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Informationen zur Rauchmelderpflicht

An die 400 Menschen sterben in Deutschland jährlich bei Wohnungsbränden. Und diese erschreckende Zahl ist bereits gesunken, denn die Rauchmelderpflicht in anderen Bundesländern sorgte bereits für eine spürbare Verringerung. Trotzdem ist der Tod eines Menschen durch Brandrauchgase immer noch doppelt so wahrscheinlich wie der Gewinn des Lottojackpots. Um dies zu ändern, wird es erneut ein brandaktuelles Informationsfrühstück bei der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt geben.

Aufklärung zu diesem Thema tut weiterhin not, denn in Hessen endet die Übergangsfrist zur Pflichtausstattung von Bestandswohnungen mit dem 31. Dezember diesen Jahres. Zwar ist die Installation von Rauchmeldern bei Um- und Neubauten auch in Hessen seit einigen Jahren laut Hessischer Bauordnung gefordert, dennoch könnte deren Verbreitung und Nachrüstung durchaus besser sein. "Seit Jahrzehnten sind in den USA Rauchwarnmelder Pflicht. Aber von amerikanischen Verhältnissen sind wir noch weit entfernt", so Wehrführer Günther Hansel in Anspielung auf die noch immer prozentual hohe Anzahl von Brandtoten. Selbst in Rüsselsheim liegen Beispiele, bei denen Rauchmelder Schlimmeres verhindert hätten, gar nicht lange zurück. Im Juli 2011 kam ein Mensch bei einem Wohnungsbrand in der Lenbachstraße ums Leben, weil in den frühen Morgenstunden sein Heizlüfter einen technischen Defekt aufwies. Ein Rauchwarnmelder hätte sein Leben vermutlich gerettet, darin sind sich die Experten einig.

70 Prozent der Brände entstehen durch technische Defekte, auf die der Wohnungsinhaber kaum Einfluss hat. Passiert dies während der Schlafenszeit, kommt der Tod durch Brandgase lautlos und schleichend. Die Nase schläft nämlich nachts ebenso, nicht jedoch das Gehör. Deshalb werben die Feuerwehren landauf landab seit Jahren für die Installation dieser Lebensretter an der Zimmerdecke.

"Nicht nur die demnächst einsetzende Pflicht, sondern der gesunde Menschenverstand sollte die Bürgerinnen und Bürger bewegen, Rauchmelder anzuschaffen" unterstreicht Jan Nees, der den Vortrag leiten wird. Doch nun Hals über Kopf in den nächsten Baumarkt zu laufen ist nicht angebracht, denn schon beim Kauf von Rauchmeldern gibt es einiges zu beachten. Im Vortrag werden Fragen zur Anzahl und wo man sie am sinnvollsten installiert genauso geklärt, wie zur Qualität und was zu tun ist, wenn es zu einem Alarm kommt.

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt das Brandaktuelle Frühstück. Am Sonntag, den 27. April, erfahren die Teilnehmer unter anderem, was man als Mieter, Vermieter oder Eigentümer zu tun hat. Dem in der Feuerwache am Rugbyring circa eineinhalbstündigen Vortrag (ab 10:30 Uhr) geht ein reichhaltiges Sonntagsfrühstück vom Buffet ab 09:30 Uhr voraus.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung zwingend erforderlich. Diese kann erfolgen per e-Mail an veranstaltung@ff-ruesselsheim.de, per Telefon unter 06142 / 9102-0 oder direkt bei der Feuerwache (Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt, An der Feuerwache 2, 65428 Rüsselsheim). Der Unkostenbeitrag beträgt 7,00 € pro Person und ist am Veranstaltungstag zu entrichten.



Von: Jan Nees

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