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Kinderfeuerwehr beherrscht Knoten

Kinderfeuerwehr beherrscht Knoten Unsere Kinderfeuerwehr absolvierte erfolgreich den ersten "Lehrgang", Thema waren Knoten und Stiche. Diese bilden eine fundamentale Rolle in der Feuerwehr, daher muss sie jeder Feuerwehrmann und -frau "blind" beherrschen...

 

In den letzten vier Wochen befassten die kleinen Feuerwehrleute sich an ihren "Übungsabenden" intensiv mit dem Thema Knoten und Stiche. Da dies eine fundamentale Rolle in der Feuerwehr spielt, war es das vereinbarte Ziel, dies gut zu beherrschen. Deshalb entschieden die Betreuer sich, einige einfache und auch etwas anspruchsvollere Knoten und Stiche mit den Nachwuchsfeuerwehrmännern und -frauen zu lernen.

 

So stand an dem ersten "Übungsabend" das Schuhebinden auf dem Plan, was die Kinder gemeinsam spielerisch erarbeiteten. Dies ist der erste Knoten, welcher gemacht werden muss, wenn ein Feuerwehrmann (SB) zu einem Einsatz alarmiert wird. Hierzu wurde folgendes Szenario zugrunde gelegt: Es ist mitten in der Nacht, es ist dunkel und kalt, plötzlich piepst der Melder! Was macht ein Feuerwehrmann jetzt? Rausgerissen aus dem Tiefschlaf steht er auf, zieht Socken, Pullover und Hose an, springt in die Schuhe und bindet diese zu. Ups, können denn alle Schuhe binden?

 

Hier bildeten sich zwei Gruppen: Die eine lernte den ersten Knoten und übten diese. Diejenigen, welche das Schnürsenkelbinden nach eigener Aussage bereits schon beherrschten, wurden einer "Abnahmeprüfung" unterzogen, um dies auch zu kontrollieren. Resultat: Keiner hatte geflunkert. Nachdem die erste Gruppe bei der Betreuerin Marion das Schuhebinden gelernt hatte, wurde auch diese einer "Abnahmeprüfung" unterzogen.

 

Direkt im Anschluss lernten die Gruppen den sogenannten doppelten Ankerstich. Dieser wurde auf zwei Weisen gezeigt. Jedes Kind konnte die für sich einfachste Methode wählen, jedoch führte der Ehrgeiz dazu, dass alle Kinder beide Methoden beherrschen wollten. Und das wollten die Kinder nicht nur, sie konnten es - nur 15 Minuten Übung unter Aufsicht waren nötig - nach erstaunlich kurzer Zeit auch. Hier zeigte sich auch der tolle Zusammenhalt untereinander. Kinder die die Knoten konnten, half anderen Kindern unaufgefordert bei etwaigen Problemen. Grosse Teamarbeit im 'Kleinen' quasi.

 

Kinderfeuerwehr beherrscht Knoten

 

An den darauf folgenden Übungsdiensten durften und wollten die Kinder weitere Knoten und Stiche lernen. Nachdem zu Beginn jedes Kind den doppelten Ankerstich vorführen musste - zum Stolz der Ausbilder alle mit null Fehler -, ging es an den nächsten Standardfeuerwehrknoten, den Mastwurf. Auch hier wurden zwei Methoden aufgezeigt, wobei wieder jedes Kind die für sich einfachste Methode wählen konnte. Und wieder wurde mit vollem Einsatz gelernt und der Knoten erfolgreich bei den Betreuern vorgeführt.

 

Der dritte Knoten war der Achterknoten, dieser wird vornehmlich in der Höhenrettung und Absturzsicherung angewendet. Er stand nicht auf dem Plan, aber eine Kinderfeuerwehrfrau im Team hat ihn einfach vorgeführt und gefragt, ob es ein Feuerwehrknoten sei - wie auch immer, sie könne diesen dann schon mal! Natürlich wollten alle anderen Kids den Knoten sofort auch lernen, also wurde dies angegangen. Die Variante doppelter Achterknoten wurde zusätzlich den "Spezialisten" beigebracht, welche den Achterknoten sehr schnell beherrschten.

 

Am letzten Donnerstag vor den Herbstferien wurde den Kindern nochmals Gelegenheit gegeben, alle Knoten und Stiche zu üben, denn es stand die bereits angekündigte Abschlussprüfung an, die übrigens auch jeder echte Feuerwehrmann/-frau nach einem Lehrgang absolvieren muss. Die Kinder mussten in zwei Gruppen antreten und jeweils den Namen des Knoten nennen, den sie machen wollten. Anschliessend wurde der Knoten vorgeführt. Dabei wurde die richtige Benennung und Ausführung des Knotens sowie die Anzahl der Versuche bewertet. Hier hatten mehr als die Hälfte der Kinder keinerlei Probleme und räumten die volle Punktzahl ab. Auch die Leistung der übrigen Kinder war hervorragend, die "Fehler" beruhten rein auf der Aufregung.

 

Die "Prüfungskommission" zog sich dann zur Beratung und Auswertung der Prüfung zurück, was grosse Augen und kurzzeitige völlige Ruhe im Raum nach sich zog. Nach Bekanntgabe des "amtlichen Endergebnisses" wurden alle mit Mohrenköpfen belohnt und in die kinderfeuerwehrfreien Herbstferien entlassen.

 

Dem Betreuerteam hatte es - wie den Kindern - sehr viel Spass gemacht. Sie berichteten, wie schön es zu sehen war, wie die Kinder die Knoten lernten und mit der Herausforderung neuer Knoten umgingen. Auch die Kinder hatten eine riesen Freude, wenn sie die gelungenen Knoten zeigen konnten. Ein obligatorisches Lehrgangsfoto mit den jeweiligen Lieblingsknoten wurde zum Abschluss ebenfalls noch geschossen. Nach den Herbstferien warten dann wieder spannende Übungsabende rund um das grosse Thema Feuerwehr auf die kleinen Grossen.



Von: Marcus Hollmann

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