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Wo wäre Kater Diego ohne Tasso?

Frau Siegmund mit DiegoAm Abend des 15. Mai rief ein jemand unter der Rufnummer 112 die Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt zu Hilfe, mit der Bitte eine Katze aus seinem Motorraum zu befreien, die er selbst nicht zu fassen bekam.


Er hatte seit der Abfahrt aus Mainz ein immer lauter werdendes Miauen aus dem Motorraum seines Autos gehört. Nachdem er in Rüsselsheim angekommen war, versuchte er die Katze aus dem Auto zu holen, was aber u. a. daran scheiterte, dass der kleine Abenteurer total verängstigt war und sich nicht einfach packen ließ.


Obwohl solche Einsätze für die herbeigerufene Feuerwehr eigentlich Routine sind, war die Aufgabe nicht ganz so einfach, denn von oben kam man nicht an den Hohlraum hinter dem Motor des neuen Opel Corsa, der noch dazu so tiefer gelegt war, dass man auch nicht von unten an den Motorraum kam. Erst ein Anheben des Corsas und das beherzte Zugreifen eines Feuerwehrmanns machten es möglich, den panischen Kater nach einer Stunde zu befreien.


Maik Roth, Leiter des Einsatzes, kennt unser Tierheim von regelmäßigen Besuchen unserer Tage der offenen Tür und wusste, dass er auch am späten Freitag Abend mit einem Notfall noch jemanden bei uns erreichen würde.


Was wäre das Tierheim ohne unsere Frau Siegel, die den Kater in Empfang nahm, ihn mit Futter und Wasser versorgte und ihm ein sicheres Plätzchen für die Nacht zurecht machte. Gutgepflegt und zutraulich wie er war, hatten wir die Hoffnung, dass er mit einem Chip registriert war, um am nächsten Morgen seine Halter schnell ermitteln zu können.


Und tatsächlich, das Chiplesegerät zeigte eine Registrierungsnummer von Tasso an. Der darauffolgende Anruf bei Tasso ergab, dass der kleine Kerl Diego hieß und Name, Anschrift und Telefonnummer der Halter ... außerdem noch die Information, dass Diego von seiner Familie bereits seit 2 Tagen als vermisst gemeldet war.


Diegos RetterNach dem Anruf bei Diegos Familie dauerte es keine 15 Minuten bis sein Frauchen, Frau Siegmund, überglücklich ihren kleinen Abenteurer auf den Arm nehmen konnte. Sie erzählte, dass sie und ihre Kinder seit 2 Tagen damit beschäftigt waren, den kleinen Kerl überall zu suchen. Mehrfach waren sie mit seinen Lieblingsleckerlis und Lockrufen ausgeschwärmt und kehrten immer wieder enttäuscht und traurig heim.


Die freiwillige Feuerwehr vermutete anfangs, dass er in Mainz ins Auto geklettert ist und so unfreiwillig in Rüsselsheim landete, dabei war er bereits in Rüsselsheim-Königstädten zugestiegen und hatte es sich in dem großen Hohlraum hinter dem Motor gemütlich gemacht. Er muss einen ziemlichen großen Schreck gekommen haben, als sich sein Versteck laut brummend in Bewegung gesetzt hat!


Seine Familie berichtet zumindest, dass der 8 Monate alte Kater seit seiner Rückkehr wesentlich häuslicher ist und immer noch nicht so unbekümmert wie zuvor durch die Gegend streift. Er scheint etwas fürs Leben gelernt zu haben.


Vielleicht bringt diese Geschichte, außer einer Lektion für Katerchen Diego, noch den ein oder anderen Tierbesitzer dazu sein Tier chipen und registrieren zu lassen, denn wäre Diego nicht bei Tasso gemeldet, würden die Kinder wahrscheinlich heute noch um ihren lieben Kater trauern, nicht wissend, dass er im Tierheim auf seine Abholung gewartet hat!

 

 


PS: Auch die Feuerwehrmänner freuten sich über das positive Ende ihrer Rettungsaktion. Maik Roth, Einsatzleiter an diesem Abend, merkte noch an, dass in Fällen wo Tier (oder Mensch) in Not ist, immer über die 112 Hilfe gerufen werden kann und die Rettung für den Anrufer in der Regel kostenfrei ist!

 

Quelle: Tierheim Journal 02/2015 des Tierheims Rüsselsheim u. U. e. V. / tierheim-ruesselsheim.de

 



Von: Henrik Luijendijk

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