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Übung: Terroranschlag in Rüsselsheim

In der diesjährigen Tagesübung der Gefahrgutkomponenten des Landkreises Groß-Gerau wurde am 27.08.2011 ein Terroranschlag in Rüsselsheim angenommen und simuliert. Vorbereitend sammelte sich um 13:30 Uhr der Umwelt- und Gefahrstoffzug (UGZ) der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim am Parkplatz des Rüsselsheimer Stadions. Kurz vor 14:00 Uhr wurde der UGZ dann vom Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Groß-Gerau abgerufen. Einsatzort: Stadtwerke Rüsselsheim, Lage: Unklar, vermutlich Terroranschlag.

 

 

An der Einsatzstelle stellte sich das Szenario wie folgt dar: Eine weibliche Person hatte in einem Bus der Rüsselsheimer Stadtwerke ein weißes Pulver über die Fahrgäste gestreut und ist anschließend mit einem Taxi geflohen. Der Busfahrer verschloss geistesgegenwärtig die Türen und fuhr den Bus in den Hof des nahegelegenen Betriebshofes und setzte einen Notruf ab, daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert.

Da niemand wusste, ob es sich bei dem weißen Pulver nur um harmloses Mehl oder um einen hochgefährlichen Milzbrand-Erreger handelt, wurden alle Register gezogen. Der UGZ aus Rüsselsheim und der 1. GABC-Zug aus Groß-Gerau wurden alarmiert. Der UGZ übernahm die Einsatzstelle "Betriebshof". Schnellst möglich wurde ein Trupp mit Chemikalienschutzanzug ausgestattet, um die betroffenen Personen zu beruhigen und nähere Informationen über das weiße Pulver in Erfahrung zu bringen. Parallel wurde der Abrollbehälter Atemschutz/Strahlenschutz in Betrieb genommen, an dem zum Eigenschutz der Einsatzkräfte Atemschutzgeräte und -Filter ausgegeben wurden. Auch der Dekontaminationsplatz - also der Platz, an dem die mit dem Gefahrstoff in Kontakt gekommenen Personen gereinigt werden können - wurde aufgebaut.

 

 

Nachdem der Dekon-Platz so weit vorbereitet war, wurde damit begonnen, die Personen einzeln dem Platz zuzuführen und dort zu dekontaminieren, um sie anschließend an das Gesundheitsamt zu übergeben. Zu guter Letzt wurden die weißen Pulverflecken abgedeckt und der Bus verschlossen. Somit war diese Übung erfolgreich abgearbeitet. Die Beseitigung des Pulvers bzw. Reinigung des Busses waren nicht Bestandteil der Übung.

Nur einige Kilometer entfernt, im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim-Haßloch hatte der 1. GABC-Zug des Landkreises Groß-Gerau alle Hände voll zu tun. Hier wurde die Wohnung der Attentäterin inklusive einem Labor simuliert. Neben gefährlichen biologischen Mitteln musste hier auch noch ein radioaktiver Strahler sichergestellt werden. Doch auch dies wurde erfolgreich bewältigt, sodass man durchaus sagen kann, der Landkreis Groß-Gerau ist in diesem Bereich gut gerüstet für den Ernstfall.

Dank gilt allen Einsatzkräften, die an der Übung teilgenommen haben und denen, die diese Übung erarbeitet und ermöglicht haben - an erster Stelle natürlich den Stadtwerken Rüsselsheim für die hervorragende Unterstützung.

Text: Kevin Schubert



Von: Marcus Hollmann

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