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48-Stunden Wochenende unter dem Thema: Gas

Am 23.04.2010 war es wieder so weit. Pünktlich um 17 Uhr zur Ablösung der Wachabteilung begann das 48-Stunden Übungswochenende der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt.
Bis ca. 18 Uhr wurden die Feldbetten im Jugendfeuerwehrraum und dem Lehrsaal bezogen, so dass es kurz drauf offiziell los gehen konnte. Da die meisten Kameraden direkt von der Arbeit kamen und noch nichts gegessen hatten, wurde das Wochenende mit einem gemütlichen Beisammensein und einigen Steaks und Würsten eröffnet. Hierbei wurde vorab schon mal das Programm vorgestellt, sowie die Alarmeinteilung vorgelesen.
Anschließend ging es über zur Fahrzeugübernahme, hierbei wurden die einzelnen Fahrzeuge auf Herz und Nieren getestet um fit zu sein für den Einsatzfall.
Das Rahmenprogramm für den Freitag sah unter anderem vor, dass die Maschinisten mal wieder mit der zweiten Drehleiter der Feuerwehr Rüsselsheim aus Königsstädten üben, zu diesem Zweck wurde diese von einigen Feuerwehrkameraden geholt und abends wieder zurück gebracht. Die jüngeren Kameraden konnten währenddessen am Pumpenprüfbecken mit der Hochdruckeinrichtung des TLF16/25 arbeiten. Und für jeden, der wollte stand die standorteigene Drehleiter der Abteilung Stadt im Hof zum Steigen bereit.
Im späteren Verlauf des Abends vertrieb man sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen und Tischfußball, bis auf die Besatzung der Drehleiter, diese war nämlich zu einem Kellerbrand nach Kelsterbach gerufen worden, ist dort aber relativ schnell wieder ausgelöst worden.
Trupp bei der Gasbrand Bekämpfung
Gemütliches Grillen mit den Hauptamtlichen Kollegen gehört auch dazu Gegen 7:00 Uhr trafen sich die ersten Frühaufsteher zum Frühsport im Hof der Wache. Nach einem stärkenden Frühstück ging es dann um 9Uhr los mit der Ausbildung. Die erste Station an diesem Tag waren die  Rüsselsheimer Stadtwerke. Hier wurde uns neben der Erdgastankstelle für die Stadtbuse auch mehr über das Gas Netz der Stadt Rüsselsheim erzählt. Leitungsnetz, Übergabepunkte und Verteilerstellen wurden ebenso beschrieben wie die verschiedenen Druckverhältnisse der Leitungen. Angeregt durch den kürzlich geschehenen Verkehrsunfall mit einem gasbetriebenen Stadtbus in der Stadtunterführung wurde auch näher auf die Technik dieser Busse eingegangen. Besonders interessant waren hier die Möglichkeiten der Notabschaltung der Gasversorgung des Busses.
Der ganze Tag stand unter dem Schlagwort: Gas. So dass es nach einer kleinen Stärkung zur Mittagszeit eigentlich in das Kraftwerk auf dem Opel Gelände gehen sollte, allerdings kam hier ein kleiner Alarm dazwischen. Gemeldet war ein Lagerhallenbrand, glücklicherweise entpuppte sich dieser jedoch nur als kleines Feuer in einer Halle. Die Bauschheimer Kollegen hatten das Feuer bereits unter Kontrolle und wir konnten wieder aufbrechen zum eigentlichen Ziel, dem Kraftwerk. Hier erklärte Kraftwerksmeister Patrick Nau einiges zur Funktion und Wirkung des Kraftwerkes dass rund 100 Mega Watt Leistung hat. Leitwarte, Gasturbinen und riesige Transformatoren waren zu erkunden und wurden fachmännisch erläutert.
 
 Am Sonntag stand nach dem Frühstück als erstes der Reinigungsdienst auf dem Plan. Die Feldbetten wurden verstaut und alles wieder in die Ausgangssituation gebracht. Dann stand ein kleiner Wettkampf an. Es wurde den Fahrzeugen entsprechend Teams gebildet. Aufgabe war es für zwei dieser Teams mit einer dreiteiligen Schiebleiter in das dritte Obergeschoss des Schlauchturmes anzuleitern. Das dritte Team, die Mannschaft der Drehleiter hatte dieselbe Aufgabe, aber natürlich mit der Drehleiter. Es hieß also: „Mensch gegen Maschine!“
Nach ein paar Übungsdurchgängen die Entscheidung. Das Team des HLF16 legte mit einer Minute und 28 Sekunden eine spitzen Zeit hin. Das Team des HLF10 schaffte es, ebenfalls unter 2 Minuten zu bleiben und war mit einer Minute und 52 Sekunden ebenfalls Top unterwegs.
Dann der „mächtige“ Konkurrent - die Maschine. Innerhalb kürzester Zeit war die Drehleiter mit einem Mann im Korb besetzt an das 3. Obergeschoss ran gefahren. Mit einer Minute und 52 Sekunden immer noch Top und damit zusammen mit dem HLF10 auf Platz Zwei. Diese Übung verdeutlicht ungemein, dass man mit der kleinen und flexiblen tragbaren Leiter genauso schnell und sogar noch schneller sein kann, als die moderne Drehleiter. Allerdings setzen diese Zeiten regelmäßige Ausbildungen an diesen Geräten voraus.
Zum Abschluss bedankte sich das Organisationsteam um Nikolai Schubert und Thorsten Fels für die Unterstützung durch die Wehrführung, das Amt, die Küche und natürlich bei allen die dabei waren und mit geholfen haben, dieses Wochenende so interessant und lustig zu gestalten.
Wehrführer Hansel schloss sich diesen Worten an und lud die ganze Mannschaft für die Topzeiten bei dem Wettkampf auf ein Eis ein. Im Anschluss wurden die Fahrzeuge wieder gereinigt und die Wache an die Hauptamtlichen Kräfte übergeben.
 Kamerad Welsch beim Unterricht über Sport in der Feuerwehr


 
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Berichterstattung der Presse:
- http://www.main-spitze.de/region/ruesselsheim/8814713.htm
- http://www.echo-online.de/suedhessen/ruesselsheim/Spruehstrahl-als-Hitzeschild;art1232,848425
   



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