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Übung bei der Rudolf Fritz GmbH & Co. KG am 30.09.2009

Dichter Rauch quoll bereits aus dem Werkstattgebäude der Firma Rudolf Fritz GmbH & Co. KG, als der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt in die Bernhard-Adelung-Straße einfuhr. Der Zugführer vom Dienst Heiko Fölsing unternahm sofort eine umfassende Erkundung. Die Lage war prekär. Bei Wartungsarbeiten im Keller der Werks- und Lagerhalle war ein Feuer ausgebrochen. 3 Personen konnten sich in eine alte Bunkeranlage retten und waren nun hinter einer dicken Stahltür gefangen. Der einzige Kontakt nach draußen bestand über ein Lüftungsgitter. Zwei weitere Personen befanden sich im ersten Stock der brennenden Halle, eine davon auch noch bewusstlos.
Die DLK 23/12 bei der Menschenrettung Es musste zügig gehandelt werden. Sofort wurde ein Verteiler vor den Eingang zur Halle gesetzt, wovon aus ein erster Trupp unter Atemschutz sich die Treppe runter kämpfte um zu den eingeschlossenen Personen zu kommen. Ein weiterer Trupp machte sich auf den Weg, ebenfalls in den Keller, aber mit dem Ziel, den Brandherd zu finden und zu löschen. Währenddessen wurden die Personen in dem Keller von außen betreut und eine Leiter gestellt um zu den Personen im 1. Obergeschoss zu gelangen. Zeitgleich ging die Drehleiter in Stellung und bereitete sich auf die Menschenrettung aus dem ersten Obergeschoss, mittels Schleifkorbtrage vor.
Auch im Keller ging es voran. Der erste Trupp konnte die eingeschlossen Personen finden, hatte aber alle Hände voll zu tun, sie daran zu hindern die Tür zu öffnen. Denn der dadurch eindringende Rauch hätte innerhalb weniger Sekunden zum Erstickungstod geführt. Ziel war es den Brand zu löschen, den Keller rauchfrei zu bekommen und die eingeschlossenen Personen solange in ihrem sicheren Raum zu lassen. Allerdings hatten die Trupps auch so genannte Fluchthaben bei sich. Diese werden im Notfall über den Kopf gezogen und man kann durch einen Filter atmen. Allerdings funktioniert das nur solange noch genug Sauerstoff im Raum ist! Somit wäre die Rettung mittels Fluchthauben das letzte Mittel der Wahl gewesen. Alle Mann packen an, bei der Rettung einer Person via einer Steckleiter
Zur gleichen Zeit wurde mit einem Spreizer die Stahltür am Lüftungsschacht geöffnet, um zuerst Luft zuführen zu können und anschließend, nach ausreichend großer Öffnung die Personen retten zu können.
Mittlerweile konnten beide Personen aus dem ersten Obergeschoss über die Drehleiter gerettet werden und auch im Keller konnte der zweite Trupp „Feuer aus“ melden. Nach wenigen Minuten war der Keller auch wieder durch die Überdruckbelüftung einigermaßen rauchfrei und die eingeschlossen Personen konnten aus dem Keller gerettet werden. Dies war dann zeitgleich auch das Übungsende. Nach den Aufräumarbeiten und einer kurzen Manöverkritik konnte dann geschlossen im Zug wieder abgerückt werden.
Die Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim möchte sich an dieser Stelle bei der Firma Rudolf Fritz GmbH & Co. KG bedanken, bei der sie zum wiederholten Male jetzt schon üben durfte.

Weitere Fotos finden Sie auch in unserer Bildergallerie!


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