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„48-Stunden“ Wochenende bei der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt

Am Freitag den 27.03.2009 war es endlich wieder so weit. Das diesjährige „48-Stunden“ Wochenende startete gegen 17 Uhr. Wie ein normaler Dienstabend begann auch das 48-Stunden Wochenende mit der Einteilung der Mannschaft auf die Fahrzeuge. Im Anschluss folgte eine ausgiebige Fahrzeugübernahme, um festzustellen ob die Fahrzeuge und die darauf verlasteten Gerätschaften einsatzbereit sind.
Kurz darauf lief der erste Alarm ein: „Einsatz für das KLAF – Baum über Straße“ hallte es aus den Lautsprechern der Lautsprecheranlage. Schnell machten sich zwei Kameraden mit dem so genannten KLAF, dem Kleinalarmfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim, das speziell für solche Einsatzsituationen konzipiert ist, auf den Weg zum Einsatzort.

Nachdem der Baum beseitigt war, rückte das KLAF wieder ein.

Unterricht beim DRK

Im Anschluss an ein gemeinsames Essen war der Abend zur freien Verfügung. Die einen spielten Tischfußball, die anderen vertrieben sich die Zeit mit Fahrzeugkunde in der Fahrzeughalle, als erneut der Hausalarm ausgelöst wurde. Diesmal war die Sache ernster. Gemeldet war ein brennender PKW nach einem Verkehrsunfall - mehr war nicht bekannt - ein Einsatz für den Rüstzug. Blitzschnell waren die Fahrzeuge besetzt und im Verband ging es Richtung Einsatzort – Blauer See. Bereits bei der Anfahrt war heller Feuerschein zu sehen. An der Einsatzstelle angekommen schaffte sich Einsatzleiterin Ramona Riedl erst einmal einen Überblick über die Lage: Neben dem im Vollbrand stehenden PKW, war weiter vorne ein PKW auf dem Dach auszumachen, ein weiterer PKW war unter eine Zugmaschine gefahren, mehrere Verletzte befanden sich in den Fahrzeugen bzw. irrten umher. Schnell wurden die Aufgaben verteilt. Ein Trupp ging unter Atemschutz vor, den PKW abzulöschen, ein weiterer Trupp ging mit Erster Hilfe Ausrüstung und dem Hydraulischen Rettungsgerät vor und versorgte die Verletzten bis zum Eintreffen des Ortsvereins des DRK Rüsselsheim und Bischhofsheim.Schnell war klar: alles „nur“ eine Übung. Trotzdem wurde die Situation abgearbeitet wie ein richtiger Einsatz. Nicht zuletzt die so real geschminkten „Opfer“ der DRK Mimengruppe brachten den nötigen Realismus. Perfekt spielten die teils sehr jungen Mimen die Verletzten und ihre Schmerzensschreie gingen durch Mark und Bein. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Mimengruppe für diese tolle Inszenierung.  

Nachdem alle Verletzten gerettet waren, ging es zurück zur Wache, schließlich war es schon spät. Schnell wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und nach ein paar Minuten Manöverkritik ging es dann auch ins Bett.

 

Früh am Morgen ging es am Samstag dann weiter. Nach dem Frühstück sollte es noch mal raus zum blauen See gehen, um in aller Ruhe noch mal die nächtliche Übung nachzubereiten und um an den Resten der Autos zu üben. Allerdings machte der Alarmgong dem einen Strich durch die Rechnung. Was zunächst nach einem kleinen Einsatz für das KLAF klang, war letztendlich ein Einsatz für den ganzen Zug. Ein Bus hat im ganzen Stadtgebiet eine große Menge Öl verloren.

Nach fast über 2 Stunden und etlichen Säcken Ölbindemittel konnten die Fahrzeuge zurück zur Wache.

Jetzt mussten aber schnell die Autos aus dem Blauen See geholt werden. Also ging es mit beiden Wechsellader-Fahrzeugen, eines mit dem Abrollbehälter Kran und eines mit dem Abrollbehälter Mulde raus, um die Autos aufzusammeln und mit ihnen wieder rechtzeitig zum Mittagessen zurück zu sein.

 

Nach dem Essen bekamen wir Besuch von zwei Ausbildern des Deutschen Roten Kreuzes. In zwei Gruppen wurden verschiedene Themen behandelt. Zum einen die stabile Seitenlage und die Herzlungenwiederbelebung, zum anderen auch das Anlegen von verschiedenen Verbänden. Daneben nahmen wir uns auch die auf unseren Fahrzeugen verladenen Rettungsrücksäcke vor und erarbeiteten die damit vorhandenen Einsatzmöglichkeiten. Den Kameraden vom DRK an dieser Stelle vielen Dank für die kompetente Auffrischung des Wissens.

 Gruppe im Hintergrund eines zerlegten Autos

Nach einer kurzen Kaffeepause teilte sich die Mannschaft erneut. Während die Kameraden, die noch nicht soviel Erfahrung im Umgang mit dem Gerät zur technischen Hilfe haben, sich von erfahrenen Kameraden haben Ausbilden lassen, waren einige andere mit verschiedenen Fahrzeugen am Pumpenprüfbecken um die Löschwasserförderung an den Fahrzeugen der Feuerwehr Rüsselsheim zu üben.

Beim gemütlichen Pizzaessen klang der Abend aus.

 

Mitten in der Nacht gab es dann auch noch mal einen Einsatz für das KLAF, wieder eine Ölspur. Auch diese wurde schnell beseitigt und die Kameraden konnten ihren verdienten Schlaf antreten.

 

Der Sonntag fing beschaulich an. Nach dem Frühstück machten einige jungen Kameraden einen Ausflug in die Atemschutzstrecke, um sich schon einmal auf den bevorstehenden Atemschutzlehrgang vorzubereiten. Der Rest kümmerte sich um die Reinigung aller von uns genutzten Fahrzeuge und Materialien. Zum Schluss wurde die Wache auf Vordermann gebracht, die Küche geschrubbt, die Betten abgebaut und die Taschen gepackt. Nach einem Abschlussgespräch, in dem der stellvertretende Wehrführer Martin Held den Kameraden Thorsten Fels und Nikolai Schubert dankte, die das 48 Stunden Wochenende geplant und organisiert hatten, ging es für alle nach Hause.

Alles in Allem war es ein sehr schönes und doch anstrengendes Wochenende für alle Beteiligten. Besonders gedankt sei an dieser Stelle auch Herrn Leiter der Feuerwehr Thomas Meudt, der uns die Durchführung dieses Wochenendes ermöglichte, sowie den diensthabenden Wachabteilungen für die großartige Unterstützung.

 

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass unsere KLAF Besatzung noch einen abschließenden Einsatz (Scheibe sichern nach Einbruch) bewältigte, als der Rest der Truppe schon auf dem Heimweg war…



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