07.09.05 - Zug gegen LKW - Raunheim - H Y Zug 2

Um 10:31 Uhr wurde der ELW 2 von der Leitstelle Gross-Gerau zu einem schweren Verkehrsunfall an den Bahnübergang Rudolf-Ihm-Weg nach Raunheim alarmiert. Dort war ein Zug gegen einen LKW geprallt. Neben der Feuerwehr Raunheim wurden die Feuerwehr Kelsterbach, die Feuerwehr Rüsselsheim sowie umfangreiche Kräfte der TEL und des Rettungsdienstes alarmiert.
Glücklicherweise stellte sich die Lage vor Ort nicht so schlimm dar, wie auf Grund der Notrufe angenommen werden musste.
Der LKW-Fahrer befand sich zum Zeitpunkt des Unfalles nicht in seinem Fahrzeug und die Zugmaschine wurde hauptsächlich von der Lok berührt. Neben dem LKW-Fahrer und dem Lokführer, die einen Schock erlitten, wurden nur zwei Personen leicht verletzt. Der ELW 2 konnte somit frühzeitig wieder entlassen werden.
Der Sachschaden beträgt am LKW ca. 30.000 EUR, am Zug ca. 500.000 EUR...

Einsatzende ELW 2: 11:06 Uhr

Sonstige Berichte:
Hessenschau (ca. 770kb)
Polizeibericht (.pdf, 62kb)
Einsatzbericht FF Raunheim


 


Top

26.08.05 - Gemeldetes Feuer in Mehrfamilienhaus - Rüsselsheim - F Y 2

Um 05:47 Uhr wurde der ELW 2 von der Leitstelle Gross-Gerau zu einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in die Bonner Strasse alarmiert, dort sollte es im 1.OG brennen.
Bei Eintreffen an der Einsatzstelle wurde kein Feuer entdeckt. Nach Erkundung ausserhalb und innerhalb des Gebäudes wurde keine Feststellung getroffen. Nach Rücksprache mit der Polizei und Beendigung deren ersten Ermittlungen wurde der Einsatz abgebrochen und als böswillige Alarmierung registriert.

Einsatzende ELW 2: 06:16 Uhr


Top

18.08.05 - Gefahrguteinsatz - Kelsterbach - H Gefahr 2

Um 14:06 Uhr wurde der ELW 2 von der Leitstelle Gross-Gerau zu einem Gefahrguteinsatz nach Kelsterbach alarmiert. Dort entdeckte ein Spaziergänger in der sogenannten Taubengrundschneise einen ca. 1000l fassenden Kunstoffbehälter, dessen Kennzeichnung auf eine gefährliche Chemikalie hindeutete. Darufhin wurden gemäss Alarm- und Ausrückordnung (AAO) von der Leitstelle die entsprechenden Einheiten alarmiert. Neben der FF Kelsterbach wurden unter anderem Einheiten der FF Nauheim, FF Raunheim, Teileinheiten der beiden kreisweiten G-ABC-Züge (Gross-Gerau und Rüsselsheim), die Umweltschutzeinheit (USE) Rüsselsheim, der ELW 2 sowie der diensthabende Brandschutzaufsichtsdienst (BSAD) in Marsch gesetzt.
Ein Angestellter der Stadt Kelsterbach konnte dann aber kurze Zeit später Entwarnung geben. Der Behälter enthielt nur Wasser, ein Schäfer stellte ihn dort zum Tränken seiner Schafe auf. Eine entsprechende Kennzeichnung diesbezüglich erfolgt nun umgehend.

Einsatzende ELW 2: 14:48 Uhr

Sonstige Berichte:
Polizeibericht (.pdf, 26kb)


Top

05.08.05 - Erneutes Feuer in der Mülldeponie Büttelborn - Büttelborn - F Depo

Um 20:58 Uhr wurde der ELW 2 von der Leitstelle Gross-Gerau erneut zu einem Feuer in die Mülldeponie nach Büttelborn alarmiert. Dort brannte dieses Mal nur die Müllhalde selbst, Fahrzeuge der Betreiberfirma waren nicht betroffen.
Auf Grund der bewährten Taktik am Montag erfolgte sogleich eine umfangreiche Alarmierung der entsprechenden Kräfte. So konnte eine Fläche von ca. 200qm sehr schnell abgelöscht werden und die überörtlichen Kräfte zügig entlassen werden.
Die von den beiden ABC-ErkKW (Nauheim und Rüsselsheim) durchgeführten Messungen ergaben, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Anwohner im Abzugsgebiet der Brandrauchwolke bestand.
Um 23:25 Uhr war der ELW 2 wieder am Standort, nach ca. halbstündiger Reinigung war der Einsatz dann auch für die Besatzung beendet.

Sonstige Berichte:
Einsatzbericht FF Büttelborn


Top

01.08.05 - Feuer in der Mülldeponie Büttelborn - Büttelborn - F Depo

Um 18:38 Uhr wurde der ELW 2 von der Leitstelle Gross-Gerau zu einem Grossbrand in die Mülldeponie nach Büttelborn alarmiert. Dort brannten eine Müllschreddermaschine und ein Bagger, das Feuer hatte ebenfalls auf die Müllhalde übergegriffen. Diese brannte auf einer Gesamtfläche von ca. 300m x 300m. Insgesamt wurden zusätzlich zur Freiwilligen Feuerwehr Büttelborn und denen der direkt angrenzenden Gemeinden die Freiwilligen Feuerwehren aus Rüsselsheim, Raunheim, Gross-Gerau, Mörfelden- Walldorf und Weiterstadt mit Sonderfahrzeugen und Schaummittel zur Unterstützung angefordert. Das Schaummittel wurde dem Löschwasser in geringer Dosierung (1%) zugemischt, um diesem die Oberflächenspannung zu nehmen. Hiermit wurde eine höhere Eindringtiefe des Wassers in das Brandgut (besonders die Reste von Matratzen) erreicht.
Im sogenannten Stabsraum des ELW 2 wurden mehrere Lagebesprechungen durchgeführt sowie die zahlreichen Medienvertreter mit Informationen versorgt.
Die Koordination der gebildeten Einsatzabschnitte sowie die Organisation des Nachschubes, der angeforderten Einheiten sowie die Logistik in Materialtausch und -beschaffung (Treibstoff, Pumpen...) wurde in enger Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung durch das Personal des Funkraumes wahrgenommen, hier war noch der Melder des örtlichen ELW 1 mit eingebunden.
Die Ortsverbände Büttelborn und Gross-Gerau des DRK sorgten mit zwei Zelten und umfangreichem Personal einerseits für Ruhe- und Umkleidemöglichkeiten der eingesetzten Atemschutzgeräteträger und andererseits für die Gesamtverpflegung aller eingesetzten Kräfte in gewohnt hoher Qualität verantwortlich.

Der ELW 2 war am 02.08.05 um 01:22 Uhr wieder am Standort, jedoch benötigte besonders die Reinigung des Fahrzeuges noch etliche Arbeitsstunden der Tagschicht.


Der vorläufige Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 800.000 Euro, davon entfallen ca. 600.000 Euro auf den Schredder und ca. 200.000 Euro auf den Bagger.

Die Brandursachenermittlung der Kriminalpolizei konnte keinen technischen Defekt am Schredder feststellen. Es wird vermutet, dass durch Reibungswärme beim Schreddervorgang Glut entstanden ist, welche über das Förderband transportiert wurde und dann zum Entzünden des Mülls führte.

Sonstige Berichte:
Hessenschau (ca. 1MB)
Polizeibericht (.pdf, 33kb)
Einsatzbericht FF Büttelborn



Top

26.06.05 - Personensuche im Bereich des GPR - Rüsselsheim

Um 11:44 Uhr wurde der ELW 2 von der Leitstelle Gross-Gerau zu einer anstehenden Personensuche alarmiert. Gegen 11:00 Uhr wurde die Polizei, welche schon seit den Morgenstunden mit einem Hubschrauber und mehreren Kräften auf der Suche nach der Person war, bei der Feuerwehr Rüsselsheim vorstellig. Im weiteren Verlauf wurde der B-Dienst informiert sowie anschliessend das weitere Vorgehen abgestimmt. Parallel hierzu wurde von der Leitstelle Gross-Gerau der stv. KBI informiert und dieser machte sich ebenfalls auf den Weg nach Rüsselsheim.
Hintergrund dieser Vorgehensweise war, erst den ELW 2 und die TEL aufzubauen und dann noch evtl. erforderliche Kräfte zu alarmieren, um diesen dann sofort gezielt einen Suchabschnitt zuweisen zu können. Der ELW 2 (KatS Kreis GG 12), das HLF 16/16 (1/46) und der B-Dienst (1/16) erreichten kurze Zeit später den vorgesehenen Aufstellungort im Bereich des Haupteinganges des GPR Rüsselsheim. Dort wurde dann mitgeteilt, dass eine ältere, 84jährige männliche Person vermisst wird.
Während der Aufbauphase des ELW 2 erreichte die Einsatzleitung die Meldung, dass die Person von Handwerkern im GPR aufgefunden wurde. Nachdem die Identität der gefundenen Person feststand, konnte der ELW 2 den Aufbau abbrechen und wieder einrücken.
Für die Besatzung des ELW 2 war der Einsatz allerdings noch nicht zu Ende, denn nun galt es, die DLK 23/12 (1/30) zu besetzen und erneut zum GPR auszurücken. Von dieser musste der Leichnam des Mannes von einem Dach des GPR geborgen werden. Um 13:28 Uhr war der Einsatz insgesamt beendet.


Top

12.06.05 - Fahrzeugausstellung zum Kreisfeuerwehrtag - Raunheim

Während des Kreisfeuerwehrtages, welcher bei der Feuerwehr Raunheim stattfand, ergab sich die Gelegenheit, den ELW 2 ebenfalls dort austellen zu können. Im Zuge der Veranstaltung besichtigten ca. 40 interessierte Feuerwehrangehörige und Gäste den ELW 2. Es konnte viel Hintergrundwissen und Information über den Sinn und Zweck eines solchen Fahrzeuges vermittelt werden. Erstaunlich viele detaillierte Fragen aus der interessierten Bevölkerung speziell zur Dokumentation und Abarbeitung eines Einsatzes mit Unterstützung durch den ELW 2 konnten beantwortet werden.
Besondere Beachtung fand die Tatsache, dass das Fahrzeug mitsamt Personal lediglich eine "Dienstleistung" für die Einsatzleitung vor Ort anbietet und keinesfalls den Einsatz übernimmt oder gar selbständig abarbeitet!
Eine Besucherin bezeichnete den Stabsraum schon als "fast wie ein Wohnzimmer", was dann unter den Kollegen für den Rest des Tages als Ersatzname für den ELW 2 diente...
Gegen 16:30 Uhr wurden dann die Pforten des ELW 2 geschlossen und ein erfolgreicher Präsentationstag für den ELW 2 ging zu Ende.
Von hier auch noch mal ein herzliches Dankeschön an die Raunheimer Feuerwehr für die Einladung.


Top

04.06.05 - Gemeldetes Feuer in der Kinderklinik des PKH Goddelau - F Y 2

Um 09:57 Uhr wurde u. a. die Freiwillige Feuerwehr Goddelau zu einem gemeldeten Feuer in die Kinderklinik des PKH Goddelau alarmiert.
Der ELW 2 rückte auf Grund des Alarmstichwortes ebenfalls nach dort aus. Die Feuerwehr Goddelau stellte vor Ort fest, das eine Mülltonne brannte. Das Feuer konnte sehr schnell gelöscht werden, der ELW 2 brach seine Einsatzfahrt kurz vor der Einsatzstelle ab.


Top

22.05.05 - Rauchentwicklung aus Aufzugsschacht, Raunheim - F Y 2

Um 20:16 Uhr wurde die Feuerwehr Raunheim zu einer Rauchentwicklung im Aufzugsschacht eines Hochhauses in der Niddastrasse alarmiert. Nach Alarmstichwort FY2 wurde der ELW 2 und die technische Einsatzleitung des Kreises Gross-Gerau ebenfalls alarmiert.
Die Ursache der Rauchentwicklung konnte von der Feuerwehr Raunheim schnell festgestellt werden:
Es brannten Papierreste im Schacht...
Der an der Einsatzstelle und im Aufbau befindliche ELW 2 konnte somit wieder entlassen werden, ohne tätig geworden zu sein. Die noch teilweise auf der Anfahrt befindlichen Kräfte der TEL und des Rettungsdienstes konnten ebenfalls wieder einrücken. Um 20:48 Uhr war das Fahrzeug wieder am Standort und der ELW 2 - Einsatz beendet.


Top

21.05.05 - Einsatzübung - Klein-Gerau, Personensuche am "Trifthof"

Von der Feuerwehr Klein-Gerau wurde der ELW 2 im Zuge ihrer Ganztagsübung zur Unterstützung bei einer geplanten Personensuche eingebunden. Ziel der Übung war unter anderem "das Fahrzeug präsent zu haben und den anwesenden Kameraden der Feuerwehr Klein-Gerau zu demonstrieren".
Weiterhin sollte der taktische Wert des Fahrzeugs an einem Einsatzbeispiel, welches in den letzten Jahren vermehrt vorkam, aufgezeigt werden.
"Die Koordinierung von komplexen Einsatzlagen mittels eines ELW 2 oder eines Stabsführungsraumes sowie die Einteilung der Einheiten und die Verarbeitung von Informationen" stand ebenfalls auf dem Übungsplan.
Der Beginn war für 22:30 Uhr angesetzt, das Ende für ca. 01:00 Uhr.
Da von Anfang an feststand, dass für die Übung nicht das gesamte ELW 2 - Team benötigt wird, wurde in direkter Absprache ein Drei-Mann-Team vom ELW 2 zusammengestellt. Somit ging das Fahrzeug um 21:30 Uhr auf die Reise nach Klein-Gerau. Dort angekommen, wurde ihm der Aufstellungraum am "Trifthof" zugewiesen und dort "Stellung bezogen". Nach Aufbau des Fahrzeuges konnte die Übung planmässig beginnen.
"Vermisst" wurde ein älteres Ehepaar aus dem AWH Viktoria, welches schon längere Zeit nicht mehr gesehen wurde und sich am Abend auch nicht zurück meldete. Der Suchbereich für die Feuerwehr Klein-Gerau und den DRK OV Klein-Gerau erstreckte sich auf den nordöstlichen Waldbereich am "Trifthof". Nach ca. einer halben Stunde wurde die erste Person vom DRK OV gefunden, ca. eine weitere halbe Stunde später wurde vom LF 16 Klein-Gerau die zweite Person gefunden.
Nach einer anschliessenden "Besichtigung" des EWL 2 durch die Übungsteilnehmer wurde das Fahrzeug wieder in den einsatzfähigen Zustand gebracht. Anschliessend wurde im Feuerwehrhaus Klein-Gerau noch eine Nachbesprechung durchgeführt, wobei hier für das leibliche Wohl der Übungsteilnehmer bestens gesorgt war.
Beide Seiten waren mit dem Ablauf im ELW 2 sehr zufrieden, das Fahrzeug konnte seinen einsatztaktischen Wert für die Führungsebene aufzeigen und offene Fragen direkt geklärt werden. Somit ging ein vor allem für die Feuerwehr und den DRK OV Klein-Gerau erfolgreicher Übungstag zu Ende.

Sonstige Berichte:
Feuerwehr Klein-Gerau


Top

09.05.05 - Feuermeldung in einem Altenwohnheim in Biebesheim - F Y 3

Um 16:54 Uhr wurde der ELW 2 zu einem gemeldeten Feuer in das Altenwohnheim (AWH) nach Biebesheim alarmiert. Die Erstmeldung der Leitstelle Gross-Gerau lautete "brennt AWH, Menschenleben in Gefahr, mehrere Personen schreien um Hilfe...".
Das erste ausgerückte Fahrzeug der Feuerwehr Biebesheim meldete bereits auf der Anfahrt eine sichtbare Rauchentwicklung.
Neben den Feuerwehren aus Biebesheim, Stockstadt und Gernsheim wurden gleichzeitig umfangreiche Rettungsdienstkräfte in Marsch gesetzt. Alles in allem befanden sich ca. 170 Einsatzkräfte vor Ort. Während die meissten Feuerwehrfahrzeuge bis fast vor das AWH fahren konnten, nahmen die Rettungsdienstkräfte auf dem benachbarten Parkplatz eines Einkaufsmarktes Aufstellung. Der ELW 2 sowie die TEL des Kreises GG nahmen auf dem Parkplatz des Rhein-Stadions Aufstellung.
Zwei Personen konnten von der Feuerwehr Biebesheim aus dem verrauchten Gebäude gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Schnell stellte sich auch die Ursache des Brandes und der Rauchentwicklung heraus: Eingebranntes Kochgut in einer Küche...
Das Feuer wurde zügig gelöscht und das Gebäude entsprechend belüftet.
Die SEG betreuten im Einsatzverlauf ca. 30 Bewohner des AWH an einer extra dafür eingerichteten Sammelstelle, da die älteren Personen durch den Einsatz doch recht aufgeregt waren und so einen menschlichen Beistand zur Beruhigung hatten und im Bedarfsfalle sofort medizinisch betreut werden konnten.
Der ELW 2 beherbergte die Einsatzleitung sowie die TEL des Kreises GG. Weiterhin wurde die Fahrzeug- und Mannschaftsstärke der Feuerwehr festgestellt und in enger Zusammenarbeit mit einem extra dafür abgestellten Kollegen des Rettungsdienstes deren Fahrzeuge und Mannschaftsstärke dokumentiert. Von dieser Seite aus noch mal ein extra "Dankeschön" an den Kollegen für die tolle Zusammenarbeit.
Der ELW 2 erreichte um 19:37 Uhr wieder seinen Standort, nach Fahrzeugreinigung und Aufrüstung der Verbrauchsmaterialien war der Einsatz gegen 20:00 Uhr beendet.

Sonstige Berichte:
Pressemitteilung der Feuerwehr Biebesheim (.pdf, ca. 14kb)


Bilder mit freundlicher Genehmigung der Feuerwehr Gernsheim (4)



Top

18.03.05 - Hunderte Rettungskräfte übten Nachts im ICE-Tunnel

Exakt 444 Männer und Frauen verlebten in der vergangenen Woche die Nacht von Freitag auf Samstag unter äusserst ungewöhnlichen Umständen. Statt das warme Bett zu frequentieren, im Fernsehsessel zu dösen oder in einer Disco das Tanzbein zu schwingen probten die Feuerwehren des Kreises Gross-Gerau, die Berufsfeuerwehr Frankfurt, Technisches Hilfswerk sowie Sanitäts- und Rettungsdienste den Ernstfall. Im Auftrag der Deutschen Bahn wurde zur Geisterstunde im auf Kelsterbacher Gemarkung gelegenen, knapp einen Kilometer langen Tunnel der ICE-Strecke ein Zugunglück simuliert und die Rettung von 60 Verletzten in konzentrierter Aktion bis in die frühen Morgenstunden geübt. Das Unternehmen kam freilich nicht unvermittelt, die beteiligten Kräfte waren vorher genau über den Ablauf unterrichtet und die Kelsterbacher Freiwillige Feuerwehr unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Thomas Heller hatte die Organisation der Übung übernommen.
Auch der Kelsterbacher Bürgermeister Erhard Engisch und Landrat Enno Siehr liessen es sich nicht nehmen und verfolgten die nächtliche Übung vor Ort mit. Um 00:30 Uhr funkte der Zugführer des ICE im Kelsterbacher Tunnel Alarm und die Dinge kamen ins Rollen. Die Berufsfeuerwehr Frankfurt besetzte den östlich gelegenen Eingang zum Tunnel, die Freiwilligen Feuerwehren des Kreises den westlichen. Die Stromzufuhr der Oberleitung wurde unterbrochen, die Kabel per Hand geerdet und nun drangen Feuerwehrleute unter Atemschutz Richtung Zug vor. Das Planszenario sah keinen Brand sondern lediglich die Rettung 60 Verletzter vor, darunter zehn schwerverletzte und zehn eingeklemmte Personen. Diese mussten nun zu den jeweiligen Behandlungsplätzen transportiert und dort versorgt werden. Das Ziel der Übung bestand darin, die im Ernstfall beteiligten Rettungskräfte mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen und die nicht leichte Koordination der Fahrzeuge und Rettungskräfte auf engem Raum zu erproben.


"Gut gelaufen" lautete am Ende das zufriedene Resümee des stellvertretenden Kreisbrandinspektors Friedrich Schmidt, allenfalls an kleineren Dingen müsse noch gefeilt werden. Auch Kelsterbachs Stadtbrandinspektor Thomas Heller betrachtet die Übung als im "wesentlichen gelungen".
Das Wichtigste bei einem Einsatz mit solch grossem Personal- und Materialaufwand sei ein strukturierter und ruhiger Ablauf. Die Beteiligten seien bis an die physischen und psychischen Grenzen beansprucht worden. Die Rettungsübung wird für die Beteiligten übrigens ein Nachspiel haben. Wie Kreisbrandinspektor Markus Staubach bereits zuvor ankündigte, wird die Übung irgendwann in den kommenden zwölf Monaten wiederholt werden – dann allerdings unangekündigt.


Text: Pressemitteilung Stadt Kelsterbach



Top

07.03.05 - Zimmerbrand im Altenwohnheim in Kelsterbach - F Y 2

Am Montagabend gegen 18:30 Uhr brach ein Brand in einem Seniorenwohnheim in Kelsterbach aus. Der Brand konnte sehr schnell durch die Feuerwehr Kelsterbach gelöscht werden. Als Brandursache wurde ein defekter Abluftventilator im Bad eines Appartements ausgemacht, teilte die Polizei mit.

Bedingt durch die starke Rauchentwicklung wurde ein Teil des Altenwohnheimes vorübergehend unbewohnbar, so dass 17 Bewohner nicht mehr in ihre Zimmer zurück konnten. Durch die TEL Rettungsdienst wurden entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten für die Bewohner gesucht. Während der Löscharbeiten wurden alle evakuierten Bewohner des Heimes durch ein Grossaufgebot des ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rettungsdienstes versorgt.
Drei Bewohner - der 89-jährige Zimmerbewohner, eine 87-jährige Frau und ein 86-jähriger Mann - wurden vorsorglich in ein Krankenhaus zur Beobachtung eingeliefert.
Mit einer Wärmebildkamera der Feuerwehr Trebur wurde der Brandbereich nach Glutnestern untersucht. Nach den umfangreichen Belüftungsmassnahmen konnte die Feuerwehr Kelsterbach den Einsatz beenden.
 


Top

19.02.05 - Umgestürzter Gefahrgut-LKW-Anhänger, BAB 3 Höhe Raunheim - H A Gefahr 1

In der Nacht auf Samstag, den 19. Februar 2005, wurde der 2. G-ABC Zug des Landkreis Gross-Gerau von der Feuerwehr Raunheim zu einem Gefahrgutunfall auf die BAB 3 in Fahrtrichtung Köln gerufen. Gemäss Alarm- und Ausrückordnung wurden daraufhin durch die Leitstelle Gross-Gerau die Fachgruppe Gefahrstoff (FF Rüsselsheim) des 2. G-ABC Zuges, die Fachgruppen Dekon (Dekontamination) und Erkundung (FF Rüsselsheim / FF Rüsselsheim-Königstädten) mit den beiden G-ABC-Erkundungskraftwagen aus Rüsselsheim und Nauheim alarmiert. Durch das Einsatzstichwort "H A Gefahr" wurden ebenfalls die Kräfte des ELW 2 und der Technischen Einsatzleitung auf den Plan gerufen. Zur Sicherheit der Einsatzkräfte wurde die SEG des 2. Sanitätszuges des Landkreises Gross-Gerau alarmiert.

Im dichten Schneetreiben kam ein LKW ins Schleudern und der Anhänger kippte um. Da der mit Stückgut beladene LKW auch 10 Behälter à 25 Liter Phosphorsäure (UN 1805) geladen hatte, wurde das Alarmstichwort durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Raunheim von "H A 2" auf "H A Gefahr" hochgestuft. Für eine erste Erkundung ging ein Trupp der Feuerwehr Raunheim unter CSA vor. Um den Aufbau des Anhängers zu öffnen wurde eine Rettungsschere und ein Rettungsspreizer vorgenommen. Durch die Beatzung des Nauheimer ErkKw wurde dem Einsatzleiter das entsprechende Hommel-Merkblatt übergeben. Aufgrund der Gefahr, die durch den Stoff ausgeht, wurden alle Arbeiten an dem verunfallten LKW unter Chemieschutzanzügen durchgeführt. Parallel zu den Erkundungsmassnahmen wurde durch den G-ABC Zug eine Dekonstelle aufgebaut. Nach Öffnung des Anhängers wurde keinerlei Beschädigung an den Behältern gefunden. Es trat keine Phosphorsäure aus. Im Anschluss konnten die weiteren Arbeiten am LKW durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Raunheim ohne Gefahr durchgeführt werden. Die Kräfte des G-ABC Zug konnten damit nach und nach aus dem Einsatzgeschehen ausgelöst werden.

Sonstige Berichte:
Nachrichtenvideo (ca. 2,8 MB)




Top

18.01.2005 - Biebesheim - Tankschiff auf Grund gelaufen - H Schiff

Ein Tankschubverband mit 2300 Tonnen Industriebenzin an Bord ist in der Nacht zum Mittwoch bei Guntersblum auf Grund gelaufen. Das Schiff war auf dem Weg von Rotterdam zur BASF in Ludwigshafen. Nach ersten Erkenntnissen muss der Tanker vor Nackenheim Grund berührt haben. Bei Guntersblum bemerkte der Schiffsführer das Leck und verliess offenbar die Fahrrinne, um zu verhindern, dass der Koloss mit der gefährlichen Ladung sinkt.
Als die Feuerwehr gegen 03:00 Uhr am Unglücksort einen Kilometer nördlich des Guntersblumer Fähranlegers eintraf war ein Boot der Wasserschutzpolizei bereits bei dem Havaristen und ein Vertreter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion setzte mit dem Feuerwehrboot aus Oppenheim über. Zunächst mussten die Einsatzkräfte von einem Gefahrgutunfall ausgehen. Gemäss dem "Alarmplan Rhein" wurden links und rechts des Stroms die entsprechenden Einheiten in Marsch gesetzt. Für die Einsatzkräfte aus dem Kreis Gross-Gerau wurde die Nato-Rampe in Biebesheim als Bereitstellungsraum bestimmt. Neben den zuständigen Feuerwehren und DLRG wurden auch die TEL Feuerwehr des Kreises sowie der ELW 2 dorthin entsendet. Durch die Leistelle wurde ebenfalls das Lagezentrum des RP informiert. Nach Erkundung der Lage stellte sich heraus, dass die Ladung nicht gefährdet war. Ein Grossteil der rund 50 Feuerwehrfahrzeuge sowie Mehrzweckboote, die in Bereitschaft standen, konnte wieder abrücken.
Die Feuerwehren Nierstein, Oppenheim und Guntersblum hatten Tanklöschfahrzeuge, einen Gerätewagen Gefahrgut, zwei Boote sowie drei Tauchpumpen im Einsatz. Rund sechseinhalb Stunden pumpten 35 Einsatzkräfte ca. 3000 Liter Wasser pro Minute aus dem Schiffsrumpf - bis 10:00 Uhr waren dies 1170 Kubikmeter. Ab dann wurde nur noch das eindringende Wasser abgepumpt, so dass der Havarist in den Oppenheimer Hafen geschleppt werden konnte.



Top

14.01.2005 - Raunheim - Grosseinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienste

am frühen Freitag Morgen. Nach einem Verkehrsunfall auf der A3, etwa 200 Meter vor der Ausfahrt Kelsterbach, war die Feuerwehr Raunheim um 06:07 Uhr alarmiert worden. Die Feuerwehr Raunheim war mit fünf Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften im Einsatz.
Ein Mann aus Wiesbaden ist gegen 06:00 Uhr mit seinem VW-Polo von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Mittelleitplanke geprallt. Laut seinen Angaben war er zuvor eingeschlafen. Eine Audi-Fahrerin (45) aus Wiesbaden wollte dem 23-jährigen helfen und hielt hinter dem Polo an. Kurz darauf prallten sieben Fahrzeuge auf den Audi.
Während dessen Fahrerin und der Polofahrer nur leicht verletzt wurden, mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes eine Frau mit Hilfe der Rettungsschere schwer verletzt aus einem der Fahrzeuge retten. Darüber hinaus mussten Ölspuren abgestreut, Batterien abgeklemmt und die Fahrbahn schliesslich gereinigt werden.
Insgesamt acht Personen mussten mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert werden. Die Koordination der Rettungsmassnahmen und die nachfolgende Verteilung der Verletzen auf die Krankenhäuser wurden zusammen mit dem Gesamteinsatzleiter der Feuerwehr Raunheim in Verbindung mit dem Leitenden Notarzt, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, dem Brandschutzaufsichtsdienst sowie durch den Einsatzleitwagen 2 des Kreises Gross-Gerau durchgeführt.


Top